Am Ganztagsgymnasium Osterburken wurde der Biologieunterricht dank des Einsatzes von Herrn Bauer bereichert. Der Landwirt aus Hohenstadt, der u.a. auch eigene Bioeier produziert und vermarktet, besuchte mit zwei Hühnern das GTO. So war es für die Klasse eine willkommene Abwechslung außerhalb des Klassenzimmers den Körperbau der Vögel aus der Nähe zu betrachten und auch die Kenntnisse über angemessene Haltungsbedingungen von Nutztieren der Lernenden zu erweitern. Genaueres schildert hier ein Schüler:

„Auf Einladung unserer Lehrerin Frau Hils stattete Herr Bauer aus Hohenstadt der Klasse 6b in Begleitung zweier Hühner einen Besuch ab, um im Rahmen des BNT-Unterrichts lebendig über Lebensweise, Eigenarten und Haltung von Hühnern zu informieren.
Man kann bei Hühnern an der Ohrläppchenfarbe erkennen, welche Farbe ihr Ei haben wird. In der Biohaltung wird ihnen nur normales Futter gegeben und kein Futter, das mit zusätzlichen Proteinen vermischt wird. Das Huhn braucht Proteine um ein Ei zu legen, deshalb legt ein Bio-Huhn auch nur 0,6 - 0,8 Eier am Tag. Ein Ei wiegt 60g, obwohl ein Huhn nur 120g am Tag isst.

Hühner haben keine Zähne. Sie schlucken die Körner einfach herunter und im Magen werden diese verdaut. Dazu brauchen sie Steinchen, die in das Futter gemischt werden. Der Magen zermalmt das Futter wie eine Mühle, was durch die Steinchen erleichtert wird.
In der Biohaltung dürfen im Stall nur vier Hühner pro m² sein und nicht bis zu 16 wie in anderen Haltungsformen. Im Freigehege braucht ein Huhn vier m² Platz. Hühner können aggressiv werden, wenn sie zu wenig Platz haben. Man kann sie zwar mit einem besonderen LED-Licht beruhigen, aber der Biobauer, der bei uns war, macht das nicht. Er lässt ihnen einfach genug Platz, mehr als vorgegeben sind.br> Die Feinde des Huhns sind Füchse, Wölfe, die es in Deutschland fast gar nicht gibt, und Greifvögel. In der Natur schlafen Hühner daher auf Bäumen. Im Stall sind deshalb Stangen angebracht, auf denen sie nachts schlafen.br> Durch diesen Besuch erfuhren wir viele Dinge über Hühner, die wir bisher noch nicht wussten.“

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