Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Ganztagsgymnasiums Osterburken findet am 20. Juni 2015 ein weiterer Höhepunkt statt. Zu Gast ist der Kabarettist Rolf Miller mit seinem Programm „Alles andere ist primär". Die Veranstaltung wird von der Kulturkommode Osterburken zusammen mit der Schülermitverantwortung des GTO in der Aula der Schule durchgeführt. Einlass zur Veranstaltung ist ab 19.00 Uhr, Beginn um 20.00 Uhr.

Der Eintritt für Schüler und Studenten beträgt 16,00 €, für Erwachsene 18,00 €. Karten können im Vorverkauf auch im Sekretariat des GTO ab 08.06.2015 erworben werden.

Rolf Miller im Bauland vorzustellen, hieße wohl Eulen nach Athen zu tragen. Seit seinem ersten Auftritt in Osterburken vor zehn Jahren hat der gebürtige Walldürner mit seinen Bühnen-Programmen, Live-Mitschnitten und Fernsehaufzeichnungen nicht nur diejenigen Kabarett-Freunde begeistert, die seine verdrehten Wortkaskaden im Odenwälder Dialekt verstehen. „Wenn der Schuss nach vorne losgeht" oder „Ich nehm' mich selbst nicht so wichtig, wie ich bin" - das wären Titelalternativen für Rolf Millers viertes Kabarettprogramm gewesen. Hier spürt man schon, wo's langgeht - Millers Alter Ego würde sagen: „So gut, dass es schon wieder blöd ist." Und der merkt nicht mal, was er da anrichtet. Oder um es mit Karl Kraus zu sagen: „Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken."

Miller erhielt zuletzt den Deutschen Kabarettpreis für seine komponierten Stammelsymphonien. Denn keiner versteht es so gut wie er, mit Banalem Kompliziertes auszudrücken. Er spricht hinterhältig indirekt Wahrheiten aus, die weh tun - und trifft von hinten durch die Brust. Bevor wir es merken, lachen wir erst mal, und dann tut es noch mehr weh. Schneller, höher, weiter? Garantiert nicht. Es wird langsamer, breiter, härter. Nach seinen Erfolgsprogrammen „Kein Grund zur Veranlassung" und „Tatsachen" wissen wir eines sicher: Rolf Millers namenloser Held wird in „Alles andere ist primär" noch grandioser scheitern - und das gönnen wir jedem Zuschauer. Werden er, Achim und Jürgen sterben? Haben Frauen endlich Namen? Kommen sie überhaupt vor? Was haben Tatortmanie, Sudoku und Facebook damit zu tun? Wir werden es erfahren, unser Sportsfreund für alle Lebensfragen garantiert nicht.

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