Nur um neun Punkte verfehlte die Schulmannschaft des Ganztagsgymnasium Osterburken den 3. Platz im Heilbronner Frankenstadion. Der 4. Rang ist die beste Platzierung, die ein Osterburkener Leichtathletik-Team in den letzten acht Jahren bei einem Jugend-trainiert-für-Olympia-Wettbewerb auf Landesebene erreicht hat.

Nach dem Kreisentscheid in Buchen im Juni blieb lange Zeit ungewiss, ob sich die Mannschaft wie in den letzten Jahren für das Landesfinale überhaupt qualifizieren würde. Die Zweifel waren angebracht, denn das Team war in diesem Jahr schlechter besetzt als in den Jahren zuvor. Die Punktzahl, die beim Kreiswettbewerb erreicht worden war, war deutlich niedriger als die im Vorjahr.

Eineinhalb Wochen vor dem Wettkampf kam dann doch noch die Einladung: Die Planungen für das Landesfinale konnten beginnen. Kurzfristig mussten dabei wiederum Schüler ihre Teilnahme absagen. So Mika Kispert am Tag zuvor wegen einer Erkältung – und am Wettkampftag Johannes Knoblach, der sich am linken Bein gezerrt hatte.

Vor allem beim 800m-Lauf fiel der Ausfall des Mittelstreckenspezialisten Knoblach stark ins Gewicht. Mit einem beherzten Sprint auf den letzten 200 Meter kam aber dann Jonas Baier mit persönlicher Bestzeit (2:26 min) ins Ziel, gefolgt von Erik Kühling (2:30 min). Das Team nahm damit nach der ersten Disziplin den vorletzten Platz ein (Rang 7). Nach dem Ballwurf gerieten die Baulandschüler weiter ins Hintertreffen. Zwar warf Erik Kühling mit 56,50 m persönliche Bestweite, aber die Weiten von Kevin Kozielski (44,0 m) und Noel Odiari (40 m) blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück: Platz 8.

Der Hochsprung brachte im Wettbewerb die Wende. Der 15-jährige Justus Geiger überragte wie in den Jahren zuvor wieder alle. Betreut und angefeuert von seinen Lehrern Rolf Ehrle und Daniel Kurfiss stellte er in Heilbronn mit 1,70 m seine Saisonbestleistung auf. Während alle anderen Springer in seiner Gruppe bereits ausgeschieden waren, nahm er als einziger Schüler im Stadion Anlauf, um die Höhe von 1,75 m zu überwinden. Nur knapp touchierte er bei zwei von drei Versuchen die Latte. Auch Jonas Baier zeigte sich mit seiner übersprungenen Höhe von 1,45 m zufrieden. Die Mannschaft sprang auf Rang 5 vor. Im Kugelstoßen büßten die Gymnasiasten anschließend wieder einen Rang ein. Joel Dörr stieß seine Kugel auf 9,59 m – Odiari kam auf 8,94 m.

Es folgte die Paradedisziplin der Bauland-Truppe: der 75m-Sprint. Der 9.-Klässler Geiger sprintete in 9,05 s über die Ziellinie – Stadionrekord an diesem Tag! – und Dörr aus seiner Parallelklasse erreichte in 9,49 s das Ziel. Alle Sprintduos der anderen Schulen waren langsamer. Die Leichtathletik-Riege rückte damit erstmals auf den 4. Platz.

Aufgrund der Ausfälle vor Wettkampfbeginn war abzusehen, dass im Weitsprung das Gymnasium Balingen und das Zabergäu-Gymnasium Brackenheim an den Osterburkenern wieder vorbeiziehen würden – auch wenn letztlich Odiari mit 5,17 m einen persönlichen Rekord aufstellte und Ersatzmann Hannes Stadtmüller mit 4,70 m sein Punktesoll erfüllte.

Die 4*75m-Staffel Dörr, Baier, Kozielski und Geiger sollte abschließend Plätze wieder gut machen. Bei den ersten beiden Wechseln ließ Osterburken jedoch Zeit liegen. Der spätere Landessieger, das Ludwig-Frank-Gymnasium Mannheim, war den GTO-Schülern weit enteilt. Schlussläufer Geiger setzte mit seiner Stabübernahme zur Aufholjagd an. Und überholte Teams vor ihm. An dem Mannheimer Siegsprinter kam er aber nicht mehr heran. Mit 37,13 s hatte sich die Mannschaft dennoch um fast eine Sekunde im Vergleich zum Vorwettkampf in Buchen verbessert und Platz 4 gesichert – nachdem die Staffel der Geschwister-Scholl-Scholl-Schule Tübingen wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert worden war. Das Zabergäu-Gymnasium Brackenheim belegte schließlich den Bronze-Rang.

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