Update: unter diesem Link kann auch der Zeitungsbericht (.jpeg   ---   ca. 2000 kB) aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 16. Juli 2014 angesehen werden.

Im Zeitraum zwischen dem 02. und dem 10. 05. 2014 fand am Ganztagsgymnasium Osterburken zum zwölften Mal der jährliche internationale Schüleraustausch im Rahmen des Comenius-Projektes statt.

Am Projekt nehmen 12 Schulen aus 10 europäischen Partnerländern teil, die nach dem multilateralen Prinzip zur gleichen Zeit Schüler austauschen und das gleiche Hauptthema bearbeiten. 60 Schüler aus dem Ganztagsgymnasium Osterburken besuchten ihre Partner im Ausland: in Brugge (Belgien), Padua (Italien) und Swidnik (Polen). Sie wurden von den Kollegen Dorothee Funke, Bernhard Six, Christian Göckel, Marina Wiznerowicz, Dirk Schneider, Michaela Söhner und Alexandra Beck-Kohm begleitet.

Gleichzeitig empfingen 47 Achtklässler des GTO Gäste aus Brügge, Padua, Swidnik und Paks (Ungarn). Sie wurden von 7 Gastlehrern begleitet.

Das Thema des Projekts für dieses und das nächste Jahr  ist “Beware, Be Aware!“ und beschäftigt sich mit Risiken und Herausforderungen, mit denen die jungen Menschen in Europa heute konfrontiert sind.
Konkreter geht es hier um Problemfelder wie Lärmbelästigung, falsche und manipulative Werbung und Etikettierung, Rückenprobleme.
Für unsere „bewegte“ Schule, an der der Begriff Prävention ein Bestandteil des Schulprofils ist, sind diese Themenbereiche von zentraler Bedeutung.
Daraus entstanden vier Workshops für die Projektwoche, die thematisch, didaktisch, methodisch und logistisch vom Comenius-Team mit Koordinator Konstantin Kostadinov und den Kolleginnen Julia Söhner und Irene Knapp detailliert geplant und zusammen mit den zuständigen Kollegen umgesetzt wurden.
Nach ihrer Ankunft verbrachten die ausländischen Gäste das Wochenende in den deutschen Gastfamilien, die für sie unterschiedliche Aktivitäten vorbereitet hatten: Ausflüge nach Heidelberg, Stuttgart, Würzburg, Heilbronn, gemeinsames Grillen und teamfähigkeitsfördernde Aktivitäten wie z.B. ein Besuch im Hochseilgarten „Forest Jump“.
Am Montag wurden die Gäste in der Aula der Schule durch Oberstudiendirektor Willi Biemer begrüßt und musikalisch von der Kiddies‘ Band unter der Leitung von Gernot Ludwig willkommen geheißen.

Danach begann die thematische Arbeit am Projekt „Beware, Be Aware!“, indem die genannten Themenbereiche in einzelnen Workshops thematisiert, bearbeitet und ausgewertet wurden. Die deutschen Schüler bildeten zusammen mit ihren Partnern aus dem Ausland vier Gruppen, die nach dem Rotationsprinzip alle vier Workshops im Laufe der Woche von Montag bis Donnerstag besuchten.
Im Workshop „Sound Pollution“ arbeiteten sie unter der Führung der Kollegen Sandra Eisele und Lars Rauss. Sie erhielten eine theoretische Einführung über die Lärmbelästigung und die mit ihr verbundenen Gesundheitsrisiken für junge Menschen. Anschließend bauten die Projektteilnehmer Modellhäuser und versuchten, sie so gut wie möglich gegen Lärmbelästigung zu isolieren. Die Ergebnisse wurden durch Messgeräte überprüft.
Am nächsten Tag konnte die gleiche Gruppe Schüler während einer Exkursion nach Mosbach, geführt von Frau Irene Knapp, die Lärmbelastung in verschiedenen Stadtteilen praktisch messen.

Anschließend spielten die deutschen Kinder und ihre internationalen Gäste Minigolf.
Am darauffolgenden Tag besuchten die Gruppenteilnehmer den „Creative Workshop“. Unter der Leitung der Kollegin Johanna Kittel setzten sich die Projektteilnehmer mit dem Thema „Werbung und ihr manipulatives Potential“ auseinander, verglichen „faire“ mit „unfairen/manipulativen“ Werbestrategien, lernten die AIDA-Formel kennen und versuchten, eigene Werbungen zu kreieren.
Die nächste Lernstation für die Schüler war der „Ergonomics“-Workshop. Kernthema hier waren die Rückenprobleme, unter denen laut Statistik 30% der jungen Europäer leiden. Mit verschiedenen Übungen im Kraftraum, Spiele, Step-Aerobik und Live Drum sensibilisierten die Kollegen Anette Bommer, Melanie Ehrenfried, Julia Söhner, Daniel Kurfiss, Daniel Modersohn, Ernst Minninger und Rolf Ehrle die deutschen und die ausländischen Schüler für diese Probleme und zeigten ihnen gleichzeitig, wie effektiv und mit wie viel Spaß sie diese überwinden können.

Die Ergebnisse der vier Workshops wurden am letzten Tag der Austauschwoche im GTO im Rahmen einer Ausstellung den Eltern und allen Beteiligten vorgestellt. Choreographie-Demonstrationen und Power-Point-Präsentationen ergänzten diesen Teil des Programms.
Am Freitag waren die Projektteilnehmer, Begleitlehrer, die Schulleitung und der Comenius-Koordinator Gast bei Bürgermeister Herrn Jürgen Galm.
In seiner Rede unterstrich er die Bedeutung der europäischen Kooperation allgemein und konkret die wichtige Rolle der engen Beziehungen zwischen jungen Europäern für die friedliche Zukunft des Kontinents.

Parallel zu dem Workshop-Programm hatte das Comenius-Team auch ein kulturelles Programm für die ausländischen Lehrer vorbereitet. Unter den kompetenten Führungen des Kollegen Christian Langewellpott besuchten deutsche und ausländische Lehrer zusammen mit der Schulleitung Heidelberg, Miltenberg, Mosbach, Kloster Bronnbach, Kloster Engelberg und Kloster Schöntal.
In der Klosterkirche Schöntal sang die Kollegin Elke Autrata „You Raise Me Up“ (von Rolf Løvland/Brendan Graham, bekannt durch Josh Groban)  und das„Ave Verum“ von Mozart  für die Gäste, die nach einer erlebnisreichen Woche herzlich verabschiedet wurden  und die Heimreise antraten.

Dieser Artikel wurde verfasst von StR Konstantin Kostadinov, Comenius-Koordinator.

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