Auf Einladung des schulischen Präventionsteams besucht der Polizeibeamte Rüdiger Bäuerlein von der Außenstelle Mosbach des Polizeipräsidiums Heilbronn im Rahmen seiner Tätigkeit im Referat „Prävention“ das Ganztagsgymnasium Osterburken (GTO). Dabei informiert er die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern der 7. Klassen über die Wirkungsweise von legalen und illegalen Drogen. Zudem gibt er praxisorientierte Verhaltenstipps für den Umgang mit Suchtproblematiken. Insbesondere verweist er auf die zahlreichen Möglichkeiten eines nicht freiwilligen Einstiegs in den Drogenkonsum und beleuchtet verschiedene alltägliche Gefahrensituationen.

Das Projekt findet für die Klassen 7b und 7d am Montag, den 4. Februar statt. Die 7a und 7c folgen am Donnerstag, den 7. Februar. Der Elternabend ist am Dienstag, den 5. Februar um 19.00 Uhr im Raum S1 am GTO

Aus Umfragen in 7. Klassen geht hervor, dass bisher angeblich noch niemand geraucht hat, aber fast alle Kinder schon Alkohol probiert haben. Insgesamt nehme der regelmäßige Alkoholkonsum zwar ab, das Komasaufen aber zu, so Bäuerlein. In der Folge komme es zu Pöbeleien, Provokationen, Schlägereien und Sachbeschädigungen. Darüber hinaus steige das Risiko, Opfer von Sexualstraftaten zu werden und das Unfallrisiko. Tests in Supermärkten haben ergeben, dass diese häufig ihrer Kontrollpflicht nur unzureichend nachkommen. Immer wieder werde Alkohol an Kinder und Jugendliche verkauft, obwohl sie das Mindestalter von 16 oder 18 nicht erreicht haben. Ähnliches gelte für das Rauchen. Entgegen mancher irrigen Meinung seien auch E-Zigaretten, E-Shishas und Liquide stark gesundheitsschädlich. Daher sei das Shisharauchen erst ab 18 Jahren in der Öffentlichkeit erlaubt, stellte Bäuerlein klar.

Bäuerlein stellt alle Drogen nebst ihren Inhaltsstoffen und ihrem Aussehen vor. Besonders weist er auf die Gefahren hinsichtlich einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit hin. Insbesondere geht er dabei auf Cannabis, Heroin, Kokain, Ecstasy, LSD, Speed, Opiate, Chrystal Meth und „Legal Highs“ ein. Cannabis sei, so Bäuerlein, am stärksten in der Region verbreitet und bleibe die Einstiegsdroge. De Einstieg erfolge in der Regel durch Neugier und Gruppendruck innerhalb des Freundeskreises. Chrystal Meth hingegen sei eine aufkommende Trenddroge. Neben ihrer stark psychisch abhängig machenden Wirkung bestehe hier insbesondere das große Risiko einer lebensgefährlichen Überdosis. Besonders tückisch zeige sich noch Liquid Ecstasy, besser bekannt als K.O.-Tropfen. Besondere Verhaltenshinweise sollten dringend beachtet werden.

Da die Beimischung in Getränken kaum erkennbar ist, sollte man Getränke weder unbeaufsichtigt stehen lassen, noch Getränke von Fremden annehmen. Die Opfer würden betäubt und anschließend ausgeraubt oder sexuell missbraucht. Ehemals „Legal Highs“, eigentlich neue psychoaktive Stoffe (NpS), sind Kräutermischungen mit synthetischen Wirkstoffen. Bis Ende 2016 waren diese auch im Internet überwiegend legal zu erwerben, daher auch der Name. Mittlerweile sind „Legal Highs“ verboten, diverse Wirkstoffgruppen wurden unter Strafe gestellt.

Die Symptome einer beginnenden Drogensucht sind zwar unspezifisch, aber es gibt einige Hinweise, denen man unbedingt nachgehen sollte. Neben dem Rückzug des Kindes aus der Familie und dem alten Freundeskreis seien immer wieder eine Veränderung des Verhaltens und das Auftauchen eines neuen Freundeskreises zu beobachten. Allein reicht dies nicht aus, um auf einen Drogenkonsum zu schießen, aber es können Merkmale davon sein. Und nur, wer die Gefahren kennt und kompetent ist, kann den Gefahren begegnen.

 

 

 

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