Weltweit gefragte Dozenten bereiten in Combos die jungen Talente vor

Das 31. GTO-Jazz-Symposium in der Aula des Ganztagsgymnasiums Osterburken unter der erstmaligen Leitung von Patrick Penndorf, einem Musiklehrer am GTO, zog, wie auch letztes Jahr, weit über 200 Zuschauerinnen und Zuschauer, unter ihnen viele eingefleischte Jazz-Fans, in seinen Bann. Das Jazz-Symposium steht in Zusammenhang mit den „Begegnungen der Schulmusik“ und wird durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes gefördert.

Patrick Penndorf ist der Nachfolger des langjährigen Leiters des Symposium, Gernot Ludwig, der zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand getreten ist. Penndorf zeigte sich dankbar für den „gigantischen Ideenreichtum und Engagement“ seines Vorgängers, der „etwas geschaffen hat, das den jungen Musikern unfassbar viel ermöglicht“ und auf das er gut aufbauen könne. Ludwig war als Ehemaliger auch unter den Musikern. Der große persönliche und musikalische Gewinn für die Schülerinnen und Schüler sei alleine bereits Verpflichtung für den Fortbestand der Tradition vor allem vor dem Hintergrund knapper Kassen und Sendezeit, so Penndorf weiter. Und dieser Verpflichtung wurde man erneut vollauf gerecht.

Wieder konnte das Ganztagsgymnasium Big Bands der Schulen aus dem näheren und ferneren Umland begrüßen. Gemeinsam sind diesen ihre zum Teil jahrzehntelange Tradition, ihr breites Repertoire, ihre beachtlichen Erfolge und ihre Liebe zur Musik. Die 2006 gegründete Big Band des Alfred-Amann-Gymnasiums Bönnigheim unter der Leitung von Robert Giegling kam mit ihren Musikern, des Weiteren folgte die 1985 gegründete Big Band des Mönchsee–Gymnasiums Heilbronn mit ihren Leitern Hannes Keil und Johannes Mandel der Einladung. Die erfolgreiche Teilnehmerin am „UpBeat Hohenlohe“, die Big Band des Ganerben–Gymnasiums aus Künzelsau, gegründet im Jahr 2000 und unter der Leitung von Ralf Bechtel, erschien ebenso wie die Band des Martin–Schleyer–Gymnasium aus Lauda–Königshofen unter der Führung von Dirk Hofmann. Die Gastgeberin, die Big Band des Ganztagsgymnasiums Osterburken unter Leitung von Patrick Penndorf war in ihrer langen Geschichte zweimal Trägerin des zweiten Preises beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ und ist neben der Schule Kooperationspartner beim Jazz-Festival „UpBeat-Hohenlohe“.

Die Kiddies-Band des Ganztagsgymnasiums Osterburken eröffnete mit einem Gastbeitrag das Konzert. Mit Dankesworten an alle, die an der technischen, kulinarischen und musikalischen Vorbereitung ihren Anteil hatten, begrüßte Schulleiterin Regina Krudewig-Bartel die zahlreichen Musiker und ihre Gäste. „Musik ist eine Lebenseinstellung“, so Krudewig-Bartel, die sich über ein sehr gelungenes Symposium freuen durfte. Diese Lebenseinstellung spürte man zu jedem Zeitpunkt. Die Musikerinnen und Musiker waren beseelt und bis in die letzte Faser inspiriert. Und diese Inspiration bekamen die Zuhörerinnen und Zuhörer, die aufgrund des großen Andrangs zum Teil nur in nächster Nähe zu den Musikern Platz fanden, klangstark zu hören und im besten Sinne des Wortes zu fühlen.

Geboten wurden thematisch breite Jazz- und Gesangsbeiträge mit Klaviereinsprengseln auf höchstem Niveau, die vom Publikum mit langanhaltendem, teils spontanem Applaus quittiert wurden. Zusammen mit ihren Leitern hatten sich die Gruppen getrennt oder gemeinsam auf den Abend vorbereitet. Am Nachmittag unterstützten hochkarätige Dozenten in Combos und Improvisationskursen die jungen Talente. Und die Ergebnisse konnten sich wirklich „sehen“ lassen. Die zahlreichen Einzelbeiträge der Big Bands wurden am Schluss von einem gemeinsamen Spiel, der Transibadischen Eisenbahn, abgerundet, welches ebenfalls mit lang anhaltendem prasselnden Beifall quittiert wurde. Die „Transibadische Eisenbahn“ ist eine Komposition des Saxophonspezialisten Alexander Bühl.

Für den Feinschliff hatte Penndorf neun hochkarätige, musikalisch breit aufgestellte, vielfach ausgezeichnete und teils weltweit gefragte Gastdozenten ans GTO geladen. Mit oben bereits genannten Alexander Bühl kam ein Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg ans GTO. Penndorf begrüßte ferner den Saxophonisten Johannes Ludwig an der Schule. Ludwig ist künstlerischer Leiter des „UpBeat-Hohenlohe“. Für den Gesang zuständig war Gesangspädagogin Lydia Schiller aus Köln. Dozent für die Gitarre war Christoph Neuhaus aus Stuttgart. Für den Bereich Klavier war der Bundessieger von „Jugend musiziert“, Andreas Feith aus Nürnberg angereist. Ebenso vertreten war Dominik Raab aus Köln am Schlagzeug. Am Kontrabass unterstützte Oliver Lutz das Jazz–Symposium. Für die Posaune kam Tobias Wember, ein Lehrbeauftragter für die Jazzposaune an der Hochschule für Musik in Weimar. Abgerundet wurde das Aufgebot von Matthias Knoop an der Trompete.

Die Teilnahme dieser hervorragenden Dozenten am Jazz-Symposium unterstreicht die große Bedeutung der Veranstaltung weit über den Landkreis und der Region Nordbaden hinaus. Und dem Anspruch, den beteiligten Schülerinnen und Schülern einen großen persönlichen Gewinn und den Zuhörern ein klangliches Genusserlebnis zu verschaffen, ist das 31. Jazz-Symposium vollauf gerecht geworden. Gernot Ludwigs Arbeit hat dank Patrick Penndorf eine erfolgreiche Fortsetzung gefunden. Auf das 32. Jazz-Symposium am GTO darf man sich bereits heute freuen.

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