Osterburken. (adb) Als ungemein stimmungsvoller und unterhaltsamer Höhepunkt des inzwischen 32. Jazz-Symposiums des Ganztagsgymnasiums Osterburken (GTO) fungierte am Samstagabend das Abschlusskonzert in der Aula: Nicht weniger als acht Ensembles präsentierten ihr Können und verwirklichten dabei sicher auch manchen in den tagsüber angebotenen Workshops erlangten „Kunstgriff“.

Bevor es dazu kam, hieß Schulleiterin Regina Krudewig-Bartel Musiker und Zuhörer willkommen und verwies auf die seit mehr als drei Jahrzehnten bestehende Tradition des gemeinsamen, von einer gewissen Neugierde und der Bereitschaft zur Weiterentwicklung geprägten Musizierens. „Gerade im Jazz-Bereich ist dieses Miteinander von besonderer Bedeutung, um lernen und dabei wachsen zu können“, merkte sie an und schloss die rührigen Hausmeister sowie das Mensa-Personal und die Elternschaft in ihren Dankesgruß mit ein.

Musikalisch eröffnete die hauseigene „GTO-Kiddies-Band“ mit zwei Welthits den Abend: Nachdem Bruno Mars’ Erfolg „Forget You“ angespielt wurde, präsentierte der überaus talentierte Nachwuchs mit „Can You Feel The Love Tonight“ eine andächtige Adaption eines der bekanntesten Lieder von Elton John, dem gerade die Gesangssolistin Emilia Köpfle besonderes Format schenkte. Vokal ging es dann auch weiter – und zwar mit dem Chor des von der österreichischen Singer-Songwriterin Veronika Morscher geleiteten Gesangsworkshops, der mit dem bedächtigen und zugleich kraftvollen Titel „Say Something“ überzeugte. Schließlich kamen die Fans des charakteristischen Big-Band-Sounds auf ihre Kosten: Mit dem ausgesprochen schwungvollen Klassiker „Hit The Road Jack“ – um den Erdball gegangen als Hit des legendären Ray Charles – und der von Genesis-Schlagzeuger Phil Collins 1998 adaptierte Titel „True Colors“ brillierte die von Wieland Bosse dirigierte Bigband des Liselotte-Gymnasiums Mannheim. Aus der Quadratestadt war auch die Bigband des Ludwig-Frank-Gymnasiums angereist, die das Publikum unter Leitung von Theodor Schaumlöffel mit „Gonna Fly Not“ beeindruckte, ehe bei „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ Mitklatschen angesagt war. Die muntere Combo räumte die Bühne für die aus Angehörigen der Abiturjahrgänge 1980 bis 2018 bestehende Ehemaligen-Bigband des GTO, die kein Geringer als Gernot Ludwig als Begründer und jahrzehntelanger Leiter des Jazz-Symposiums leitete. Mit Elan und sichtlicher Freude dirigierte er die Seinigen durch den quicken „Moten Swing“ und das aus den Stevie-Wonder-Titeln „I Wish“ und „Isn’t She Lovely“ bestehende Potpourri.

Mit der südländisch-feurigen Tito-Puente-Komposition „Oye como va“ und dem Generationen begeisternden Hit „Thriller“ von Michael Jackson begeisterte sodann die Bigband „Steam Engine“ der Gewerblichen Schule Öhringen mit Bandleader Wolfgang Roll – die schon durch ihre roten Shirts erkennbaren Musiker wussten die beiden im Kern völlig verschiedenen Stücke auf erstklassige Weise umzusetzen. Auf Fußnoten der Popularmusik waren auch die Musiker der von Amira Kaiser dirigierten „WalDIE Bigband“ der Nürtinger Rudolf-Steiner-Schuld eingestellt: Nach dem von Stevie Wonder stammenden „Don’t You Worry ’Bout A Thing“ fuhren sie den kurzweiligen „Work Song“ von Nathaniel Adderley auf und sorgten zu fortgeschrittener Stunde für beste Abendunterhaltung. Dem stand freilich auch die GTO-Bigband mit ihrem Dirigenten Patrick Penndorf in keiner Weise nach: Mit viel Flair und aus jedem Takt springender Hingabe aller Beteiligten wurden „Straighen Up And Fly Right“ von Nat King Cole und Irving Mills sowie „Birdland“ präsentiert – genussreiche Musik zum Innehalten; besondere „Duftpunkt“ setzten die Solisten Jara Zimmermann (Gesang), Marc Rüdinger (Posaune), Jan Schindler (Tenor-Saxophon), Jana Zürn (Vibraphon) und Nikolai Ruff (Alt-Saxophon). Mit einem echten „Special“ rundeten alle beteiligten Gruppen den ausgesprochen musikalischen Abend ab: Das klangvolle Stück „Vuvuzela“ wurde von Sebastian Stahl komponiert – der den Meisten kein Unbekannter sein dürfte. Neben Johannes Ludwig (Saxophon), Veronika Morscher (Gesang), Jens Böckamp (Saxophon), Christoph Neuhaus (Gitarre), Dominik Raab (Schlagzeug), Jens Loh (Kontrabass), Heidi Bayer (Trompete) und Tobias Wember (Posaune) führte er die Jugendlichen durch die verschiedenen Workshops.

Weitere aktuelle Beiträge