Osterburkener Schulen erneut Spendenweltmeister

Traditionell wird im Frühjahr die Spendensumme der Osterburkener Schulen nach Awasa weitergeleitet.
Zu diesem schönen Anlass kommt Norbert Linsler vom Verein „Hungernde Kinder e.V.“ jedes Jahr gerne ans Ganztagsgymnasium Osterburken, um die enorme Summe symbolisch in Vertretung von Bischof Migliorati von den drei Schulen der Römerstadt in Empfang zu nehmen.

Seit 2004 schaffen es das Ganztagsgymnasium, die Realschule sowie die Schule am Limes jedes Jahr von Neuem, die Grenze von 20.000 € ohne große Probleme zu übertreffen, eine sicherlich einmalige Leistung, die wirklich „weltmeisterlich“ ist.
Für den Förderverein in Buchen sind die Römerstädter damit mit großem Abstand die  spendenfreudigsten Helfer für ein besseres Leben mit Bildung und guter medizinischer Versorgung für Tausende von Kindern und Jugendlichen in Awasa im Süden von Äthiopien.

Zuverlässige Partner vor Ort waren von Anfang an die Bischöfe von Awasa und ihre Mitarbeiter, die sich für die Bildung der Kinder und Jugendlichen, für das Gesundheitswesen sowie für eine gesunde Ernährung, insbesondere für sauberes Trinkwasser in der Vergangenheit und heute engagieren.
Die Diözese Awasa umfasst 118.000 km², das entspricht etwa einem Drittel der Größe von Deutschland mit einer Bevölkerung von 8 Millionen Menschen.
An 49 Schulen werden 17.347 Schüler von 429 Lehrern unterrichtet.
An 13 Kliniken arbeiten 800 Menschen, um über 300.000 Menschen pro Jahr zu versorgen.

Mit den 21.400 € können die Osterburkener fast schon die Hälfte des geplanten Vorschulkindergartens bezahlen. Der Verein in Buchen stockt den Betrag auf
50.000 €, damit werden die veranschlagten Gesamtkosten komplett übernommen.

Der Kindergarten wird in der Stadt Neghelli, 320 km südlich von Awasa gebaut.
Die Stadt wurde kürzlich zur Hauptstadt der Gujii-Zone erhoben. Daher macht sie  gegenwärtig eine rasche Entwicklung durch. Sie hat 40.000 Einwohner.
Das Klima ist gut, das Land gebirgig mit Kaffee, Korn, Mais und Gerste.
Die Schulen der Stadt entwickeln sich und die Regierung managt gerade den Start der Vorbereitungsschule (Klasse 11 und 12) im Hinblick auf die Eröffnung einiger Universitätsinstitute. Die Wasserversorgung ist nicht so gut, aber einige Nicht-Regierungs-Organisationen helfen nach Wasser zu bohren. Die Gesundheitsversorgung braucht weitere Beachtung.
Es ist Tradition bei den Comboni-Missionaren, zu denen Bischof Migliorati gehört, dort zu sein, wo die armen und unterentwickelten Menschen leben, um ihnen Gesundheitseinrichtungen, Bildungseinrichtungen und eine bessere Wasserversorgung zu bringen.

Die Schulen in Osterburken haben inzwischen kommen mit ihren sehr gut  eingespielte Aktionen inzwischen alljährlich über 20.000 € Spendensumme, eine nahezu unglaublich wertvolle Summe, bringt sie doch in Äthiopien etwa das zehnfache an Wertschöpfung.
Ganz vorne im soliden Einsammeln von Spendengeldern sind die beiden Awasa-Wanderungen an der Realschule und am Ganztagsgymnasium.
Neben der Wanderung, die am GTO etwa 7000 € bringt, ist der Awasa-Nachmittag in der Adventszeit genauso zu einem Renner im Spendenmarathon geworden, über
7000 € an einem einzigen Nachmittag sind schon eine Glanzleistung.
Hier engagiert sich die SMV des GTO mit ganzem Herzen bei den vielen Aktionen, die von allen Klassen der Schule mitgetragen werden.

Die Realschule bringt seit Jahren mit den erwanderten und bei Aktionswochen  gesammelten 4500 € einen erheblichen Teil mit ein.
Auch die Schule am Limes ist von Anfang an unter den fleißigen Spendensammlern.

Das GTO-Weihnachtskonzert in Sennfeld, eine Spende der katholischen Frauen von Osterburken sowie ein Awasa-Essen in der GTO Mensa mit von der Firma apetito kostenlos gestelltem Essen sowie privaten Spenden haben wieder zum großen Erfolg beigetragen.

Jedes Jahr von Neuem zeigen die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, dass man sich nicht theoretisch mit Entwicklungshilfe befassen kann, sondern auch mit zupackendem Einsatz selbst zu vorbildlichen Entwicklungshelfern werden kann.

Am Ende bedankte sich Oberstudiendirektor Willi Biemer bei den Vertretern der SMV sowie den verantwortlichen Lehrern für diesen engagierten Einsatz. Es habe sich gezeigt, dass Kontinuität und ein langer Atem die Grundlage für systematische und erfolgreiche Entwicklungshilfe seien. Ein besonderer Dank ging an Gernot Ludwig, der seit vielen Jahren zurecht als unermüdlicher Motor des Projektes bezeichnet werden kann.

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