S.P.E.E.D. (Sustainability, Power, Energy, Europe, Development): dieses europäische Projekt setzt neue Maßstäbe in der paneuropäischen Zusammenarbeit. Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Italien, Belgien, Ungarn, Rumänien und Schweden arbeiten unter Koordination von Oberstudienrat Konstantin Kostadinov Hand in Hand für E-Mobilität und den europäischen Traum. Die jungen Europäerinnen und Europäer gründen zusammen ein Unternehmen, das von den nächsten Schülergenerationen fortgeführt werden soll.

In diesem Zusammenhang konnten das GTO in der Woche vom 20. – 25. Mai insgesamt 20 europäische Gäste begrüßen. Die Schweden wurden von Dagmar Ruge und Britt Lindquist Karlsson begleitet, die Rumänen von Andrea Ionescu, die Ungarn von János Guta, die Italienier von Alessandra Branzato und die Belgier von Lut Dekeyser.

Unter der Mitverantwortung der GTO-Lehrerin, Studienrätin Julia Söhner beteiligten sich auf deutscher Seite, die ebenfalls 20 Schülerinnen und Schüler stellte, Oberstudienrat Achim Brümmer, die Studienräte Christian Göckel und Daniel Kurfiss und dazu Anne Horvath und Lehrer Rolf Ehrle mit diversen Beiträgen.

Nach der Ankunft der europäischen Austauschpartner am Montag begrüßten am Dienstag Schulleiterin Regina Krudewig-Bartel und Konstatin Kostadinov die Gäste. Julia Söhner führte die Gruppe durch die Schule und organisierte im Anschluss eine Schulrallye. Im Anschluss präsentierte Jochen Hutter von der Steuerkanzlei Hutter in Osterburken die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland und der EU für eine Firmengründung. Des Weiteren erfolgten Präsentationen zur Firmengründung und zur Projektdokumentation. Am Nachmittag besuchte die Gruppe die Firma AZO in Osterburken, wo sie durch Frau Dipl.-Ing. (FH), Sabine Zimmermann , CCO Chief, Communication Officer, empfangen und durch das Unternehmen geführt wurde. Am Mittwoch begrüßte der Bürgermeister von Osterburken, Jürgen Galm, die Gäste. Auf dem Programm stand ferner die Eröffnung der E-Tankstelle im GTO. In diesem Zusammenhang dankt das Erasmus-Team dem Hausmeister-Team des GTO, das das Projekt „Tankstelle“ technisch realisiert hat: Thomas Zemmel, Nadine Proschka, Peter Unden und Jürgen Amboss. Zuletzt präsentierten sich in den Räumlichkeiten des GTO die europäischen Partnerschulen. Am Donnerstag besuchte die Gruppe zusammen mit Christian Göckel, Daniel Kurfiss und den Begleitlehrern das Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart, Am Nachmittag erkundeten die Schülerinnen und Schüler selbständig die baden-württembergische Landeshauptstadt. Am Freitag stand für alle Teilnehmer ein Sporttag auf dem Programm. Verantwortlich waren dafür Julia Söhner, Achim Brümmer, Daniel Kurfiss, Rolf Ehrle und Anne Horváth. Nach einer Abschiedsparty mit Schülern, Lehrern und Eltern folgte die Verabschiedung der Gäste am Freitag und Samstag.

Das nächste Projekt für die folgenden zwei Jahre basiert auf den Ergebnissen des S.P.E.E.D. Projekts. Nach einer zweijährigen Projektarbeit werden alle Partnerschulen eigene Startups gründen und diese werthalten und die spezifischen Erfahrungen mit allen europäischen Partnern teilen. Im Rahmen einer Debatte (Big Debate) wird die beste Schülerfirma ausgewählt und prämiert. Damit werden die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten vertieft bzw. das erlangte Wissen im Sinne der Nachhaltigkeit umgesetzt, erweitert und vertieft. Gleiches gilt für die Kenntnisse über das Debattieren in englischer Sprache. Das Projekt basiert auf das Ergebnis eines früheren Projekts (E.Y.E.) vom Jahr 2008-2010. Sein Ergebnis war die Fotovoltaik-Anlage, mit der das komplette Dach des GTO-Sportbereiches gedeckt wurde und seitdem Ökostrom produziert. Das reduziert die schulische Stromrechnung um ca. 3000 Euro pro Jahr. Der Ökostrom wird jetzt auch für das Produkt des neuen Projekts verwendet: für die Elektro-Tankstelle für Autos und E-Bikes, die nun im Rahmen des diesjährigen Projekts am Lehrer-Parkplatz eröffnet wurde. Zur Nachhaltigkeit gehört auch die Schüler-Firma, die gegründet werden wird und die diese Tankstelle mit sauberer Energiegewinnung in den folgenden Jahren betreiben wird. Langfristiges Ziel ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit im Europa als strategisches Ziel der Europäischen Union bis 2020. Das Projekt basiert zudem auf Wissenschaftlichkeit. Alle Schülerinnen und Schüler in den jeweiligen Partnerländern wurden die theoretischen und praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie zur Gründung einer europäischen Firma brauchen, im Rahmen von Workshops vermittelt. Federführend dabei ist der akademische Partner, Professor Yuliia Serpeninova (Wirtschaft und Steuerwesen). Jedes Partnerland hatte ein Subprojekt als Teil des gesamten Projekts bearbeitet. Schweden war für den Business Plan verantwortlich, Belgien für Human Resources, Rumänien verantwortete das Marketing, Ungarn die Medienpräsenz und die Werbung und für die Veröffentlichung von den Ergebnissen und der Dokumenten. Italien sorgte für die technische Planung und Deutschland beschaffte die notwendigen Dokumente und regelte die Umsetzung der Vorschriften, die für die Gründung einer Firma in Deutschland und in der EU zu beachten sind. Die Schülerfirma wird im nächsten Schuljahr ihre aktive Arbeit aufnehmen und für die nächsten Schülerjahrgänge bestehen bleiben. Einer gelungenen Zusammenarbeit der europäischen Jugend dürfte bei der gezeigten Einsatzfreude nichts im Wege stehen.

 

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