Alle haben wir Geheimnisse. Oder? Nicht jeder darf alles von einem erfahren. Und wir verhalten uns mitunter komisch und rätselhaft, wenn wir etwas geheim halten oder einem Geheimnis auf die Spur kommen wollen. Barbara Englert aus der 7d und Matteo Simonides aus der 8d haben dazu zwei spannende Geschichten geschrieben.  Klickt Euch rein!

  • Barbara Englert, 7d: Das Eilein
    "Dieses Ding da ist nicht normal!", so das Urteil der Ich-Erzählerin Paula, als sie beim Spielen mit ihren Geschwistern und den Nachbarskindern ein Ei entdeckt. Im Dunkeln funkelt und pulsiert es, stellt sie später fest. Die Mutter soll nichts von dem spektakulären Fund erfahren. Sind die Kinder der Verantwortung für das wundersame Ei gewachsen? Was wird da rausschlüpfen? 
  • Matteo Simonides, 8d: Der sprechende Computer
    Sommerferien. Sechs Wochen Freizeit. An jedem Tag die Möglichkeit, mit dem Computer zu spielen, glaubt der Ich-Erzähler. Doch dieser versagt seinen Dienst. Er fährt nicht hoch -und dann spricht er auch noch plötzlich und gibt dem Erzähler Anweisungen.

Barbara Englert, 7d: Das Eilein

"Los! Spiel zu mir!", forderte meine kleine Schwester mich auf. Es war ein Sommerabend und da das Wetter so schön war, spielten wir Fußball draußen in dem großen Garten hinter unserem Haus. Wir, das sind mein großer Bruder Luis, Sarah, die Nachbarszwillinge Tobias und Emma und ich, Paula. Ich kickte den Ball weiter direkt vor die Füße des Gegners. Ich war grottenschlecht und wenn die Teams im Sportunterricht gewählt wurden, war ich immer die letzte bei der Wahl. Aber hier war das egal, denn wir spielten nur zum Zeitvertreib. Meistens spielten wir Jungen gegen Mädchen und so war es auch heute. Tobias schlängelte sich zwischen Sarah und mir hindurch und hatte nun freien Blick auf das Tor, das von zwei Kirschbäumen gebildet wurde. Er wollte gerade schießen, als wir jemanden schreien hörten: "Ahaaa!" Ich drehte mich um und sah Sarah auf dem Boden liegen. "Ahhh…!," klagt  sie schmerzverzerrt und rieb sich ihr Knie. "Alles ok? Was ist denn passiert? Hat dir Luis etwa das Bein gestellt?" Ich blickte ihn zornig an. "Nein, das war ich nicht!", verteidigte er sich. "Er lügt nicht, ich bin nicht über seinen Fuß gestolpert", beteuerte auch meine Schwester, "Diesmal nicht", fügte sie mit einem ebenso bösen Blick hinzu. Dann fuhr sie fort: "Ich bin auf mein Knie gefallen, weil ich gestolpert bin. Aber das tut schon gar nicht mehr weh. Interessanter dagegen ist, wieso ich hingefallen bin!" "Hä? Warum denn?", fragte Emma. "Darum!", rief Tobias erstaunt aus und hielt einen kleinen Gegenstand hoch. "Ein Ei!", stellte ich fest. "Komisch...!? Wie es wohl hier hergekommen ist?" 

Ich schaute mich um und konnte kein Vogelnest zwischen den Ästen der umstehenden Bäume entdecken. "Vielleicht ist es ja ein Hühnerei", vermutete Sarah und blickte hinüber zu unserem Hühnerstall. "Das ist doch kein Hühnerei, du Schwachkopf", beschimpfte Luis unsere kleine Schwester, "das Ding ist doch nicht braun oder weiß." Das stimmte allerdings. Es war rot und blau und hatte kleine lila- und grünliche Sprenkel. "Was ist das für ein Ei?", fragte Tobias. "Die eigentliche Frage ist, was wohl daraus schlüpft!", merkte Emma weiter an. "Und was machen wir jetzt damit?", fragte ich. "So ein Ei braucht normalerweise jemanden, der es ausbrütet. Wobei, dieses Ding da ist nicht normal!" "Behalten wir es? Bitte, bitte, bitte! Sonst passiert dem Eilein vielleicht etwas." Sarah schaute uns aus ihren riesigen Augen mit einem Hundeblick an. "Eilein? Hast du es so genannt?", fragte Tobias. Sie nickte. Wir anderen wechselten einen Blick, bevor Emma vorsichtig sagte: "Das geht doch nicht! Wir wissen doch gar nicht, was aus ihm herausschlüpfen wird. Was wenn es..." Sie brach ihre Rede ab, als sie meine kleine Schwester ansah, der das Wasser bereits in den Augen stand. 

Ich musste seufzen, denn ich wusste, dass wir keine Chance hatten, denn dieser Anblick würde sogar einen halbverhungerten Marder daran hindern, diesem Ei etwas anzutun. Nun ja, ich bezweifle, dass ein Marder so ein Dings überhaupt anrühren würde. Wir mussten uns um dieses Ei kümmern. Ich schaute von Sarah zu Emma und Tobias. Dann seufze Luis nochmal. "Ok. Wir können ja mal schauen, ob wir irgendwie herausfinden, was da rausschlüpfen wird und bis dahin können wir es ja behalten", kurz nachdem ich das gesagt hatte, fiel mir meine Schwester um den Hals und bedankte sich ausgiebig. "Ja, ist ja gut!", ich schob sie wieder von mir weg. "So. Und was jetzt? Sollen wir es ausbrüten oder vergraben wie Krokodileier?", fragte Tobias etwas sarkastisch. Er war immer noch nicht ganz überzeugt von unserem Plan. "Wir könnten es mit nach Hause nehmen. Wir nehmen eine Decke und einen Eierwärmer und errichten für das Ei ein gemütliches Lager." Meine Idee wurde umgesetzt und heute Nacht übernachtete unser Fund in meinem Zimmer. Wir beschlossen außerdem unseren Eltern nichts zu erzählen, die würden sonst nur zu irgendwelchen Experten oder Tierschützern rennen, die uns das Ei wegnehmen würden. Als es dämmerte, verabschiedeten wir uns. "Viel Glück bei der Obhut!", rief Emma noch. Das werden wir wohl echt brauchen, dachte ich.

"Sei doch mal ein bisschen vorsichtiger!", tadelte ich Luis, der fast mit Eilein in der Hand gestolpert wäre auf dem Weg nach Hause. Leise schlichen wir durch die Hintertür in den Flur und weiter in die Küche, wo wir uns einen Eierwärmer und Tücher holten. "Was habt ihr denn da?", fragte Mama. Sie erschien wie aus dem Nichts vor uns und betrachtete neugierig Luis Hände, die sich um die Schalen geschlossen hatten. "Was meinst du?", fragte Luis gespielt überrascht. "Du Dummkopf!" Sarah lachte: "Mami meint natürlich das Ei!"  "Na super!", dachte ich, "das klappt ja echt prima mit dem Geheimhalten."  "Welches Ei? Habt ihr ein Vogelei gefunden?", fragte Mama. "Nicht direkt", murmelte Luis neben mir so leise, dass Mama es nicht hören konnte. "Ähm... das ist ein... ähm...", ich überlegte fieberhaft, wie ich das Ei beschreiben sollte. "Es ist ein Schokoladenei. So eins, wie es immer zu Ostern gibt." Luis rettete gekonnt die Situation... vorerst. "Aber Ostern ist erst in einem halben Jahr! Und wofür braucht ihr die Tücher und den Eierwärmer?", fragte Mutter. "Das... ähm... verschenken wir. Du kennst doch meine Freundin Leonie. Die ist ganz verrückt nach solchen Sachen!"  Mama öffnete schon wieder ihren Mund. Sarah schritt zur Eile: "Wir müssen jetzt weiter. Bevor die Schokolade schmilzt, packen wir es noch ein. Tschüss !" "Aber...", wollte unsere Mutter schon wieder zum nächsten Satz ansetzen, aber wir waren schon die Treppe hochgestürmt und hatten uns in meinem Zimmer verschanzt. Puh! Das war knapp!

Oben angekommen nahm ich erst einmal das Ei aus Luis Händen und holte mir eines von den Tüchern, schnappte mir ein kleines Kissen von meinem Sofa und richtete ein kleines Bettchen. Zum Schluss setzte ich noch Eilein den Eierwärmer auf und betrachtete mein Werk. Derweil schimpfte Luis ausgiebig mit Sarah, die es fast ruiniert hätte. Bevor sie noch in Tränen ausbrach, sagte ich, dass ja nochmal alles gut gegangen war. "Und jetzt?", fragte mein Bruder. "Am besten schauen wir morgen nach Eilein", schlug ich vor und mit diesen Worten legte ich ein Deckchen über es, sodass jemand, der das Zimmer betrat, es nicht sehen konnte.

Als ich am Morgen aufwachte, erschrak ich heftig. Durch die Decke durch sah ich ein Leuchten und die Bettdecke hob und senkte sich gleichmäßig. "Was ist da los?", fragte ich mich und nahm das Deckchen von Eilein. Unser Fund leuchtete rot und pulsierte. "Oh oh", flüsterte ich leise. "Das ist gar nicht gut. Das ist nicht normal. " Mit einem Blick auf den Wecker stellte ich fest, dass es erst halb acht war. Die anderen schliefen wahrscheinlich noch, denn wir hatten ja Ferien. Ich zog den Rollladen hoch und schaute nach Eilein. "Nanu", dachte ich irritiert. Das rote Leuchten war verschwunden und es regte sich  auch nicht mehr. Es war nun braun wie ein Hühnerei. "Vielleicht verbreitete es ja nur das sonderbare Licht, wenn es dunkel ist", dachte ich mir. Dieses Ding offenbarte uns immer weitere Geheimnisse. Ich rief über WhatsApp meine Freunde zu einer Krisensitzung zusammen.

"Das ist das Ei von gestern? Bist du dir sicher, dass du es nicht ausgetauscht hast?", fragte Tobias voller Unglaube. "Natürlich bin ich mir sicher!", erwiderte ich. "Aber es sieht aus wie ein normales Hühnerei", wand Emma ein. "Bei Licht sieht es so aus, aber bei Dunkelheit... eher nicht", erzählte ich ihnen und machte den Rollladen runter. "Aha!", kreischte Sarah vor Schreck, als sie Eilein leuchten sah. "Jetzt wünscht sie sich sicher, wir hätten dieses Ding im Garten gelassen", dachte ich. "Schrei nicht so laut! Sonst kommen Mama und Papa!", schimpfte Luis, doch auch in seiner Stimme hörte man den Schreck raus. Als ich den Rollladen wieder hochgezogen hatte, sah ich, wie bleich meine Freunde vor Schreck waren. "Das ist nicht normal!", meinte Emma. "Fällt dir das erst jetzt auf?", fragte Tobias. Luis lief unruhig auf und ab und schlug schließlich vor: "Noch haben wir die Chance das Ei einfach aus dem Fenster zu werfen. Also bevor es zu spät ist und etwas unvorsehbar Schreckliches passiert!" "Spinnst du?", beschimpfte ihn Sarah. Ich überlegte fieberhaft nach einer Lösung des Problems. Da kam mir die zündende Idee: "Wir könnten Eilein doch von den Hühnern ausbrüten lassen. Es sieht aus wie ein stinknormales Ei. Die Hühner werden sicher keinen Unterschied bemerken und für es mütterlich sorgen. Wie findet ihr das?" Mein Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Also gingen wir raus in den Garten, wobei wir natürlich aufpassten, dass die Luft rein ist. Als wir im Hühnerstall ankamen, legten wir Eilein in das Nest, während die Hennen uns misstrauisch beäugten. "So", sagte Luis "Und jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass es klappt!" 

"Aufstehen, du Schlafmütze!", kreischte Sarah am nächsten Morgen und turnte dabei auf meinem Bett herum. "Was ist denn?", fragte ich müde, während ich mir die Augen rieb. "Na, wir müssen zu den Hühnern! Oder hast du das schon wieder vergessen!" Nein, ich hatte es nicht vergessen und darum gingen wir gemeinsam rüber zu Luis und weckten auch ihn. Nachdem wir uns gerichtet hatten, wollten wir zu den Hühnern gehen. "Guten Morgen, Kinder! Was wollt ihr heute essen?", fragte Mama uns, als wir die Treppe runterliefen. "Irgendwas, hauptsache, es schmeckt!", antwortete Luis und wir stürmten raus. "Hm na gut, dann mache ich heute mal Rührei", sagte Mama, aber wir hörten ihr gar nicht mehr richtig zu, weil wir schon draußen waren. Wir gingen rüber zu den Nachbarn und warteten, bis die Zwillinge fertig waren. Dann gingen wir gemeinsam zurück in unseren Garten und zu dem Hühnerstall. "Oje, hoffentlich hat es funktioniert!", rief Sarah und hüpfte aufgeregt auf und ab. "Hoffentlich ist kein Monster draus geschlüpft, so wie Eilein aussieht!", hoffte Tobias. Langsam öffnete ich die Tür und wartete darauf, dass die Hennen rausstürmen wie sonst auch immer. Doch das war heute nicht der Fall. "Komisch", dachte ich und schritt hinein. "Oh, oh!", sagte ich. "Was ist? Ist es geschlüpft? Sag schon!", rief Emma hinter mir neugierig. Eilein lag nicht mehr in dem Nest, aber auch sonst nirgendwo. Die Hennen saßen dicht aneinander gequetscht in einer Ecke und rührten sich nicht. Ihre Augen waren blutunterlaufen und sie blinzelten nicht mal, nur ab und zu hatten sie so ein verrücktes Zucken. "Wo ist mein süßes Eilein?", rief Sarah und begann mit den anderen zu suchen. "Halt mal!", rief Tobias. "Nicht nur das komische Ding ist weg, sondern auch die anderen normalen Hühnereier!" "Und wollte Mama heute nicht Rührei machen?", fragte ich zaghaft. "Oh, oh", sagte Tobias schon wieder. "Entweder war ein Marder hier oder Eilein wird gleich aufgeschlagen!", rief Luis.  Einen Moment lang standen wir nur da, dann aber fassten wir uns und rannten so schnell, wie unsere Beine uns trugen in die Küche. 

Wir hörten ein Brutzeln und ein leises Knacken... "Halt!", rief Emma. Mama schaute uns verdutzt an. Sie hielt ein Ei in der Hand, aber wir wussten nicht, ob es Eilein war. "Das Ei! Leg es zurück!", rief ich. "Was?! Wieso?", fragte Mama verwirrt. Luis machte den Rollladen zu und wir warteten auf irgendein Lebenszeichen. Doch es blieb dunkel. Sarah fing an zu winseln und zu jammern. All die Mühen waren umsonst... "Ahaaaa!", kreischte Emma. Ich drehte mich um und sah es auch: ein kleines, hellblaues Blinken. Anscheinend wechselt dieses Ei täglich die Farbe wie ein Chamäleon. Erleichtert lehnte ich mich zurück. Wir waren noch nicht zu spät! Während wir das Licht anmachten, erzählte ich Mama die ganze die Geschichte. Wenn sie nicht das Leuchten gesehen hätte, hätte sie uns nicht geglaubt, aber wer kann es ihr verübeln? Sarah wiegte Eilein im Arm, legte es auf den Tisch und drehte sich weg. Sie hatte es nicht sicher abgelegt und Eilein rollte auf dem Tisch herum. Als ich es bemerkte, war es schon fast zu spät. Das komische Ding rollte langsam auf die Tischkante zu. "Nein! Eilein!", schrie ich. Luis sah es auch, rannte zum Tisch und machte einen Hechtsprung. Er landete auf den Boden und wollte das Ei gefangen, doch er war zu langsam. "NEIN!", schrie Sarah, die genauso wie anderen sah, wie das Ei aufplatzte und oben zertrümmert. Traurig liefen wir anderen zu ihr und bildeten einen Kreis um sie. Ich setzte mich neben sie und legte meine Arme um meine Schwester. Eine Träne rollte ihre Wange herab und tropfte auf die braunen Risse. Ich sah uns schon im Garten stehen und Eilein beerdigen, doch da geschah etwas: Die Risse leuchteten lila und vergrößerten sich. Sarahs Augen wurden groß und ihre Tränen versiegten. Die Schale platzte weiter auf und es fing an zu leuchten. Es war ein grelles, pinkfarbenes Licht. Wir mussten unsere Augen schließen, so hell schien Eilein. Das Leuchten ließ nach und auf einmal lag ein kleines Mini-Pony vor uns auf dem Boden. Es hatte ein regenbogenfarbiges Fell, knallige farbwechselnde Haare an Schweif und Mähne und war flauschig, sodass man es, wenn es einmal anfasste, nicht mehr loslassen wollte. Das Pony war kleiner wie ein Mäusejunge und schaute uns mit seinen schwarzen Knopfaugen an. 
"Wow!", rief Emma. "So viel zum Thema Monster!", belehrte Luis Tobias. "Man konnte es ja nicht wissen, was da rausschlüpft!", entschuldigte er sich. "Mama! Dürfen wir es behalten? Biiiiiiiiitteeeee", bat meine kleine Schwester Mama, die immer noch nichts glauben konnte. "Nun ja... eigentlich müsste man das Pony Forschern geben und...-", sie stoppte, als sie die Hundeaugen ihrer Tochter sah. "Ok, dann behalten wir es eben!" "JUHUUUU!", schrien wir und auch das Pony freute sich und begann zu leuchten. Eine Wolke Glitzer kam aus seinen Nüstern. "Und wie nennen wir es?", fragte Emma. "Hm. Wir wäre es mit Luminaire?", schlug Tobias vor, der zurzeit französisch lernte. Wir willigten ein.  "Na dann", sagte ich "Willkommen bei uns, Luminaire!
Die Sommerferien waren zu Ende und der Herbst begann. Wir versorgten Luminaire vorbildlich und jedes Mal, wenn sie uns sah, kam ein wenig Glitzer aus ihren Nüstern. An einem verregneten Nachmittag spielten die Zwillinge, Luis und ich mit dem Pony, das immer noch nicht gewachsen war. Da kam Sarah herein und setzte sich traurig zu uns. "Was ist los, Schwesterchen?", fragte Luis. "Heute in der Schule hat Frau Petersen gefragt, was wir über Ponys wissen", erzählte sie. "Und?", fragte Tobias. "Naja... Ich habe gesagt, dass Ponys aus Eier schlüpfen und keine Säugetiere sind. Deswegen haben mich alle ausgelacht", klagte sie. "Ach, mach dir keinen Kopf, die haben doch keine Ahnung", tröstete ich sie. "Genau!", bestätigte Emma. "Nicht alle haben so ein Pony wie Luminaire schon mal gesehen. Sie ist was ganz Besonderes." Wie als hätte das bezaubernde Tier uns verstanden, tappte es mit seinen kleinen, putzigen Hufen zu Sarah und bestäubte sie mit Glitzer. Da fing sie an, unwillkürlich zu lächeln. Ja, Luminaire ist was ganz Besonderes. 

Matteo Simonides 8d:  Der sprechende Computer

Endlich! Ferien!! Keine Schule. "Ja!", rief ich. Ich rannte die Treppen hoch.

Dort begrüßte mich gleich meine Mutter.

"Na, bereit für 6 Wochen Freizeit?", fragte sie.

"Klar!!", antwortete ich entschlossen. Ich bemerkte, dass ich einen riesigen Hunger hatte. Und es gab auch noch Chicken Nuggets. Der Tag kann ja nicht besser laufen. Ich aß mit meiner Schwester ALLE Nuggets und sie erzählte mir, wie die Schule war. Es war Sommer und draußen war es sehr heiß. Perfektes Poolwetter. Doch es gab noch etwas, das ich lieber tun wollte: Computer spielen! Bei zugezogenen Vorhängen und einem Ventilator durfte ich jeden Tag eine Stunde am PC spielen. Falls die Zeit dazu reicht, vor lauter Schule und Hobbys. Als meine Eltern und meine Schwestern nach draußen gingen, schaltete ich den Computer an. Doch ich bemerkte, dass der Computer gar nicht anging. Wut stieg in mir auf. Warum musste er genau jetzt nicht gehen? In den Ferien! 

"Dummes Ding!" fluchte ich und schlug leicht gegen den Computer.

"Viel schlauer bist du aber auch nicht, wenn du so versucht mich wieder zum Laufen zu bringen." 

Moment, wer hatte da gesprochen? Der Computer? Das kann nicht sein! Erschrocken machte ich einen Schritt zurück.

"Brauchst gar nicht wegzugehen. Kannst es eh nicht leugnen."

"Bist du der Computer?", fragte ich zögerlich.

"Nein, ich bin Hippokrates das Nilpferd", antwortete die Stimme, "natürlich bin ich der Computer!

"Aber Computer können nicht reden!", erwiderte ich.

"Jedes Wesen kann reden und lebt", behauptete die metallisch klingende Stimme.

"Aber bist du überhaupt ein Wesen?", fragte ich zögerlich.

"Na hör mal. Ich habe schon Mikrowellen kennengelernt, die sympathischer waren als du!", fuhr der Computer mich an.

"Sorry!" 

"Warum >>sorry<<?"

"Weil ich dich nicht als eigenes Wesen erkannt habe."

"Und vielleicht auch noch Sorry dafür, dass du mich so vernachlässigt hast?"

"Ja."

"Aber ich wusste nicht, dass Computer einer besonderen Pflege bedürfen."

"Das ist mal wieder typisch Mensch. Ich verurteilt, was ihr nicht versteht!"

"Gar nicht wahr!"

"Doch! Und jetzt tu, was ich dir sage. Schraube das Gehäuse von mir auf."

Ich sah einen Schraubenzieher auf dem Tisch liegen und öffnete den Computer.

"Jetzt nimm die Speicherkarte und tausch sie aus!"

Ich lockerte vorsichtig die Karte und holte eine neue.

"Viel besser!! Ich spüre die neue Energie in mir."

"Klasse!"

"Aber eine fehlt noch. Meine Microchips sind ziemlich verstaubt. 

Würdest du vielleicht..."

"Ja, ja ich mach schon."

Ich wischte mit einem Tuch die feine Staubschicht von den Chips.

"Perfekt! Jetzt weiß ich, wie ihr Menschen euch nach dem Duschen fühlt!"

"Funktionierst du jetzt wieder?"

"Probiere es aus!"

Ich betätigte den länglichen Schalter. Auf dem Bildschirm erschien das Zeichen von Windows.

"Danke, PC!"

"Bitte. Du hast deine Lektion gelernt. Ich allem schlummert ein Kern, ein Geheimnis. Auch wenn man es nicht versteht oder auf den ersten Blick sieht." 

Plötzlich ertönte mein Klingelton. Ich nahm den Anruf an.

"Hey!"

Oh, mein bester Freund. Er beschwerte sich: "Du wolltest doch zu mir, zum Computerspielen."

"Äh, sorry ich hatte ein Problem mit meinem PC", entschuldigt ich mich.

"Ich habe auch gerade eins."

"Wie?"
"Er springt einfach nicht an!"

"Wechsel doch mal die Speicherkarte oder schau, ob irgendwo Staub ist. Mich würde so etwas als Computer stören."
 
 
 
 
 
 
 

Die Vorstellung davon, es gebe andere Welten, ist so neu nicht. "Mein Reich ist nicht von dieser Welt", verkündet Jesus nach dem Johannes-Evangelium. Jeder, der gerne Erzählungen liest, möchte wohl auch fremde Welten entdecken, in denen das Leben nichts mit dem tristen Alltag gemein hat. Henrike Baar (aus der 6d) entführt euch in die Welt von Anuschka, wo ein böser Graf den magischen Wesen dort lebensnotwendiges Blut nimmt. In der Geschichte von Barbara Englert (6d) soll in der Welt von Furneisa das ewige Feuer ausgelöscht werden. Ob das Böse am Ende der Geschichten siegt? Wir wünschen Euch eine spannende Lektüre. Klickt Euch rein!

Zur neuen Ausgabe: „Auf der anderen Seite“

Spannende, kuriose, tragische und lustige Geschichten werden wir euch in unserer 5. Ausgabe erzählen.

In unseren neuen Erzählungen sind Personen gezwungen, das Leben aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten: Sei es, weil sie sich in ein Tier verwandeln, Superkräfte entwickeln, dem Tod plötzlich nahe stehen oder Mitschülerinnen untereinander Rollen tauschen.

Wir wünschen Euch unterhaltende Leseminuten! Klickt euch zu den Geschichten.

Schule ist langweilig! Man schaut auf die Uhr, wartet darauf, bis die Stunde aus ist. Der letzte, erlösende Gong des Tages: Die Kinder und Jugendlichen stürmen aus dem Schulhaus, sie fühlen sich befreit von der Langeweile. Ist Schule tatsächlich immer langweilig? – Sie ist es jedenfalls nicht in den Geschichten von Jana Albrecht 7a, Michele Palesch 7a, Hannah Ballweg 6c, Andrea Stahl 7d und Marlene Egner 7d. In diesen Geschichten ist Schule spannend, lustig, tragisch und auch einmal romantisch.

Weitere aktuelle Beiträge