Räuber Hotzenplotz im Gefängnis – Fee Amaryllis befreit

Die Gruppe unter der Leitung von Florian Pechbrenner hat mit vereinten Kräften und unter dem Beifall der Zuschauer den Räuber Hotzenplotz (alias Ramon Staudt) hinter Schloss und Riegel und der Oma (gespielt von Teresa Herold) ihre Kaffeemühle zurückgebracht.

Zunächst aber sieht es überhaupt nicht gut aus für Oma und ihre spielende Kaffeemühle. Nach dem dreisten Diebstahl des Geburtstagsgeschenks durch den rüpelhaften Räuber kann angesichts des trantütig-verpeilten Wachtmeisters Dimpfelmoser (gespielt von Studienrat Christian Göckel), der kaum Block und Bleistift und noch weniger seine Orientierung findet, wirklich kaum Optimismus aufkommen. Dringend benötigt der alte „Gesetzeshüter“ also die Hilfe zweier tapferer Mitstreiter, nämlich Kasperl (gespielt von Benjamin Laier) und Seppel (alias Silas Hirning).

Und die beiden haben auch gleich die rettende Idee: man lasse sich vom Räuber überfallen und jubele dem Bösewicht dabei eine spezielle Beute, eine „Goldkiste“, unter. Die ergaunerte Kiste enthalte aber nur weißen Sand und ein kleines Loch. Der Bösewicht selbst lege sich – schnaufend und ächzend –eine Spur zu seinem Versteck. Nun folge man ihm verkleidet und entreiße ihm die Mühle. So weit der Plan! Um aber nicht wiedererkannt zu werden und den Räuber sicher zu täuschen, tauschen Seppel und Kasperl auch noch ihre Hüte. Dass das schief gehen muss, ist sicher jedem klar.

Der „arme“ vertrottelte Räuber Hotzenplotz, der seinen „Schatz“ natürlich nichts ahnend, weil von seiner Genialität berauscht, in sein Versteck geschleppt hat, merkt nun bald, dass man ihn richtig für dumm verkauft hat. Dies wiederum ist dumm für unsere Helden, die prompt in seine Falle laufen. Hotzenplotz fackelt nun wie immer nicht lange und verkauft Kasperl, den er – infolge des Huttausches - für Seppel hält, an seinen alten Freund, den großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann (alias Tim Winkelhöfer). Dieser hat sich schon immer einen besonders dummen Diener gewünscht. Dieser Wunsch wird ihm nunmehr „trefflich“ erfüllt. Zwackelmann erkennt jedoch schnell, dass es eine große Dummheit ist, sich einen noch dümmeren Diener zu wünschen. Nur mit Mühe kann der sichtlich überforderte und überraschte Zauberer verhindern, dass seine „Aushilfe“ Seppel, der alles durcheinanderbringt, ihm den Küchenboden zerhackt, das Gemüsefeld wäscht und die Kartoffeln stapelt.

Hotzenplotz geht es unterdessen auch nicht besser. Seppel, den er als billige Arbeitskraft bei sich behält, ist tatsächlich zu blöde, um auch nur den Säbel richtig zu schleifen. Wütend über dessen mangelhafte Leistungen, verbrennt er Kasperls Hut. Kasperl, von Zwackelmann (inzwischen bei einem Freund in Buxtehude) nach anfänglichen „Verständigungsschwierigkeiten“ mit dem Schälen von sechs Eimern Kartoffeln für das Abendbrot auf das Erbärmlichste gefoltert, findet zwar nichts zu essen, aber einen Zauberspiegel (durch den er nebenbei Hotzenplotzens schändliches Treiben beobachten kann) und im Keller die kläglich rufende Unke (gespielt von Philipp Barginde), die er nun zu befreien sucht. Mit deren Hilfe verlässt er Zwackelmanns Schloss und holt Feenkraut.

Dem kurz darauf zurückkehrenden Zauberer bleiben nur ein knurrender Magen und die Erkenntnis, dass sein unfreiwilliger Gast das Weite gesucht und wohl auch gefunden hat. Mittels des Hutes, den Kasperl auf Anweisung der Unke zurückgelassen hat, um das Schloss verlassen zu können, zaubert Zwackelmann nun aber Seppel herbei und versteht jetzt endgültig die Welt nicht mehr. Der seinerseits über den abrupten Ortswechsel verdutzte Seppel erklärt dem sichtlich verwirrten Zauberer die Umstände seines Erscheinens, worauf dieser von Seppel den Kasperlhut fordert, um auch den geflüchteten Kasperl herbeizaubern zu können. Als Seppel dem Bösewicht von der Verbrennung des Hutes durch Hotzenplotz berichtet, platzt dem Zauberer endgültig der Kragen. Er zaubert den noch mehr verwirrten Hotzenplotz herbei, verwandelt den Trottel nach einer verbalen Aufkündigung der bisher „konstruktiven Geschäftsbeziehungen“ als Anerkennung seiner „besonderen Leistungen“ in einen Gimpel, zwingt Seppel zum Kartoffelschälen und macht sich wild gestikulierend auf die Suche nach Kasperl.

Kasperl findet unterdessen das Feenkraut und befreit die Unke, die sich zur Fee Amaryllis (gespielt von Vanessa Zschietsche) zurückverwandelt und den zu spät herbeieilenden Zwackelmann sprichwörtlich und tatsächlich zum Platzen bringt. Gemeinsam befreien Kasperl und Amaryllis den Seppel, der unter der Last des Kartoffelschälens unterdessen zusammengebrochen ist. Amaryllis zerstört Zwackelmanns Schloss und verabschiedet sich von den Helden, nicht ohne ihnen aus Dankbarkeit drei Wünsche zu schenken. Wunsch eins und zwei sind schnell aufgebraucht. Eine neue Kaffeemühle für Oma und einen neuen Hut für Seppel müssen her. Wunsch drei aber hält Kasperl wohlweislich zurück. Bei der Oma eingetroffen erlöst Seppel den Räuber Hotzenplotz von seinem Gimpeldasein und vereitelt einen erneuten Fluchtversuch des Räubers. Noch in seinem Vogelkäfig führt der herbeigeeilte, aber natürlich völlig ahnungslose Wachtmeister Dimpfelmoser verdutzt den noch verdutzter dreinblickenden Räuber ab und verstaut ihn ordnungsgemäß im Spritzenhaus. Im Anschluss bekommt die Oma ihre Kaffeemühle zurück, die den Erfolg mit Zwetschgenkuchen mit viel Schlagsahne gebührend honoriert.

Besonderen Dank gilt auch all denjenigen, die auch im Hintergrund wirken und ohne die dies alles nicht möglich wäre: Tim Winkelhöfer für Musikregie und Komposition, István Koppányi (Piano), Fabian Ebelle und Klaus Winkelhöfer (Licht und Ton), den Souffleusen Michele Palesch und Anna-Lena Bittner, den Maskenbildnern Franka Scheffel, Lisa Schmierer (beide Jg2) und Tom Schmid, den Bühnenbildbauer(innen) Franziska Keilbach (10b), Frau Münkel, Herr Schwarzkopf, Vanessa Zschiesche, Philipp Barginde, und Franka Scheffel, den Bühnenhelfern Lilly Jost, Sarah Mall, (beide 7c), Claire Winkelhöfer (7d), Susanna Werner und Marlene Egner (beide 8d), der Inspizienz Sabine Tröger und natürlich dem Regisseur, Bühnenbauer, Schauspieltrainer, Kostümbeschaffer und Mann für alles, Florian Pechbrenner. Ihnen allen großer Dank und Anerkennung!

 

Sollten Sie nun Appetit bekommen haben, die Räuberbande hat noch zwei weitere Auftritte. Am 29. und 20. Dezember um ab 15.30 Uhr freut sich die Theater-AG in der Aula des GTO auf ihren Besuch.

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