Zu einer Schweinejagd der komisch-gruseligen Art lädt die Theater AG des Ganztagsgymnasiums Osterburken junge Schweineliebhaber ab der 3. Klasse ein. Jeder, der eine zünftige Sauerei erwartet, liegt hier goldrichtig. Denn diese Jagd hat es in sich.

Das hellsehende Zauberschwein Hen Wen (Claire Winkelhöfer) warnt seinen Besitzer, den 300 Jahre alten, gemächlichen Magier Dallben (Dolph Löser) und dessen abenteuersüchtig-planlosen, aber mutigen Hilfsschweinehirt Taran (Alexander Karsten) nach „sanfter Aufforderung“ davor, dass der richtig böse „Gehörnte König“ (Malte Blaha) die Weltherrschaft mittels eines Zauberkessels, der Tote wiedererwecken kann, an sich reißen will. Dallben befiehlt Taran, das „hilflose“ Schwein in Sicherheit zu bringen. Dabei muss aber die Frage erlaubt sein, wer hier wessen Hilfe braucht.

In selbstverliebten Tagträumen versunken, verliert Taran den, ihm für die Flucht anvertrauten, aber in wirklich allen Lagen stoisch-ruhigen Hen Wen an den Bösewicht und lässt sich von dessen „absolut kompetenter“ Wachmannschaft, unter Führung seines Handlangers Creeper (Lilly Jost, 8c), einem stets überforderten Jammerlappen, gefangen nehmen.

Es ist völlig klar, dass unter solchen Voraussetzungen selbst für einen Möchtegernhelden wie Taran eine Flucht möglich ist, wobei er sich allerdings eines „gestohlenen“ Zauberschwertes und vor allem der Hilfe einer ebenfalls gefangenen, aber umso resoluteren jungen Dame, nämlich Eilowyn (Nina Stöffel, 9b) bedienen muss. Der Gehörnte König muss – angesichts der „überragenden“ Fähigkeiten seiner Wachen – dem Treiben tatenlos zusehen und reagiert nach diversen „Ausfällen“ really not amused und nachdrücklich. Schon zu diesem Zeitpunkt darf man sich getrost fragen, wer hier mehr zu bemitleiden ist: das Schwein, der Schweinehirt oder der Gehörnte König, der seine Pläne zu Staub zerfallen sieht.

Aus dem ursprünglichen Plan, Hen Wen zu beschützen, entsteht nunmehr die Mission, den anfangs erwähnten Zauberkessel zu zerstören, um die Welt zu retten. Dabei erhält Taran mehr oder weniger nützliche „Hilfe“. Zu erwähnen ist zunächst Gurgi (Benjamin Laier, JG1), eine zuweilen sehr lästige Kreatur, der es um die Anhäufung von Besitztümern geht, die ihm nicht gehören. Der Truppe schließt sich auch noch der zuvor ebenfalls befreite Fflewddur Fflam (Tim Winkelhöfer, Jg1) an, ein gnadenlos-verpeilter Barde, dessen allzu häufig malträtierte Harfe die ein- oder andere Seite verliert. Ihm droht seitens der mitmischenden, geschäftstüchtigen Hexen Orddu, Orgoch und Orwen (Franka Scheffel, Lisa Schmierer (beide Jg2) und Jaqueline Kiesel (Jg1) sogar zwischenzeitlich (wenn er nicht gerade in eine Kröte verwandelt wird) die Zwangsverheiratung. Die Hexen tauschen für das Zauberschwert den Schwarzen Kessel ein.

Die Freude bei der Truppe aber wird schnell getrübt: nicht nur durch die Mitteilung der boshaften, alten Schachteln, das der Kessel unzerstörbar ist, sondern mehr durch den Umstand, dass die Helden erneut von der – immer noch kompetenten – Hilfstruppe des Gehörten Königs gefangengenommen werden. Kommt es dennoch zur Rettung? Seht selbst….es lohnt sich!

Spannung, Action und Grusel erwarten Sie in dem Stück, welches für alle Kinder ab der 3. Klasse geeignet ist. Die Schweinejagden finden noch am 10. bzw. 11. Dezember jeweils um 18.00 Uhr in der Aula des GTO statt. Einlass ist um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, allerdings würde sich die Theater AG sehr über Ihre Spenden freuen.