Derzeit weilen im Rahmen des seit 15 Jahren stattfindenden Comenius-Projektes rund 50 Schülerinnen und Schülern aus Italien und Belgien am Ganztagsgymnasium Osterburken(GTO). Das diesjährige Treffen steht unter der Überschrift: „Beware, Be Ware“. Konkret geht es um Projektfelder und Herausforderungen, mit denen junge Menschen in Europa heutzutage konfrontiert werden: Lärmbelästigung, falsche und manipulative Werbung sowie um Rückenprobleme.

Diese Themenbereiche sind an der „bewegten“ Schule (GTO), an der der Begriff „Prävention“ ein Bestandteil des Schulprofils ist, von zentraler Bedeutung. In drei Workshops, befassen sich in der Austauschwoche die deutschen Gastgeber aus der Klasse acht zusammen mit ihren Partnern in drei Gruppen nach dem Rotationsprinzip mit diesen Themenfeldern.

Am Samstag sind die Schülerinnen und Schüler aus Italien und Belgien in der Römerstadt angekommen; das Wochenende verbrachten sie bei ihren Gastfamilien. Am Montagmorgen wurden die Gäste in der Aula der Schule durch den Schulleiter Oberstudiendirektor Willi Biemer und den Projektkoordinator Oberstudienrat Konstantin Kostadinov begrüßt.

Bei einem anschließenden Empfang der Stadt hieß Bürgermeister Jürgen Galm die Gäste willkommen. Galm zeigte sich darüber freut, dass das von der Europäischen Union mit dem Ziel eingerichtete Programm die Zusammenarbeit von Schulen aller Schulstufen und Schulformen innerhalb der Europäischen Union und die Mobilität von Schülern und Lehrern zu fördern, schon seit 15 Jahren am GTO Bestand hat und fortgesetzt werden.

Galm verwies auf die Bedeutung des Themas „Europa“. Mit dem Besuch im Bauland könnten die Gäste auch eine neue Kultur kennenlernen. Seit Dienstag wird in den drei Workshops gearbeitet. Im Workshop „Sound Pollution“, unter der Führung der Kollegen Lars Rauss und Birigit Opitz, geht es um die Thematik „Lärmbelästigung“ und die praktische Umsetzung von Lärmschutz. Unter der Leitung der Lehrerkolleginnen Irene Knapp, Maren Schäfer und Julia Söhner fand eine Exkursion in die „Experimenta“ nach Heilbronn wo sich die Schülerinnen und Schüler thematisch mit physikalischen Phänomenen befassten, Experimente durchführten und sich mit den Ergebnissen von Lärmmessungen in verschiedenen Stadtteilen in Heilbonn und Osterburken auseinandersetzten.

Kernthema des Workshop „Ergonomics“ sind Rückenprobleme, unter denen laut Statistik rund 30 Prozent der jungen Europäer leiden. Mit verschiedenen Übungen im Kraftraum, Spielen, Step-Aerobic, Live Drum sensibilsieren die Sportkollegen Annette Bommer, Melanie Ehrenfried, Julia Söhner, Daniel Modersohn und Rolf Ehrle für diese Probleme und zeigten Strategien auf, um Rückenprobleme zu bekämpfen. Am Freitag werden die Projektergebnisse aus den Workshops von den Austauschschülern präsentiert. Es schließt sich dann ein Abschiedsfest an. Am Samstag treten die Gäste die Heimreise an.

Projektkoordinator war Konstantin Kostadinov. Zum Comenius Team gehörten zusätzlich Julia Söhner und Irene Knapp. Für das Kulturprogramm für die ausländischen der Gastlehrer zeichnete Christian Langewellpott, der Ausflüge nach Weikersheim, Stuppach, Mosbach und ins Römermuseum Osterburken organisierte. Die ausländischen Schüler wurden durch die Lehrerinnen Annouschka Rombaut und Steffie Devooght (Belgien) und Emanuella Collesei (Italien) begleitet. Gleichzeitig befinden sich in dieser Woche auch 45 Schülerinnen und Schüler des GTO bei ihren Partnern im Ausland und weilen in Brugge (Belgien), Piove di Sacco und Padua (Italien). Begleitet werden die Schüler von Renate Henneberger, Juliane Oehrl, Michael Leix und Ernst Minninger. Auch sie kehren am Samstag in die Heimat zurück.