Der Saal platzte fast aus allen Nähten, denn über 260 Interessierte waren zu dieser Veranstaltung gekommen. Das Thema „ Sicher im Netz unterwegs zu sein“ beschäftigt augenscheinlich viele. So fanden sich vor allem Eltern, aber auch viele Schülerinnen und  Schüler und Lehrer am Ganztagsgymnasiums Osterburken ein zum Vortrag von Manuel Ziegler, Autor des Buches „Facebook, Twitter & Co. – Aber sicher“.

Eingeladen dazu hatten der „Verein der Freunde und Förderer des Ganztagsgymnasiums Osterburken“. Die Vorsitzende Frau Dr. Jutta Gutensohn war sichtlich zufrieden, mit diesem Thema auf eine solch große Resonanz gestoßen zu sein. Sie begrüßte auch im Namen der Vorstandschaft des Elternbeirates alle Gäste, besonders den Referenten Manuel Ziegler.
Der Informatikstudent Manuel Ziegler der Technischen Universität München ist seit 2009 dem Phänomen sozialer Netzwerke auf der Spur und beschäftigt sich vor allem mit den Sicherheitsaspekten dieser Kommunikationskultur. Gerade Facebook, Twitter und Whatsapp standen im Vordergrund des Vortrags, sind es doch diese Dienste, die von Jugendlichen heute verstärkt genutzt werden. Unterstützt von allerlei Statistiken und viel Fachwissen wurde das Thema untermauert und beleuchtet.

Thesenartig ging der Referent zunächst auf verschiedene Themenbereiche ein, so zunächst auf das weit verbreitete Netzwerk „Facebook“. So behauptet Facebook z. B., dass Beiträge Minderjähriger nicht öffentlich seien. Das stimme zwar, gelte aber nur für das Web. Das eigene Land kann bei der Einstellung „öffentlich“ mitlesen. Tabuinformationen im Profil seien Wohnort, Geburtsdatum, Beziehungsstatus, Aufenthaltsort, Sexualleben, Verweise auf andere Nutzerkonten und Urlaubsinformationen.
Manuel Ziegler gab den Tipp, Standardeinstellungen grundsätzlich auf „nicht öffentlich“ zu stellen. Ebenso solle man  Listen erstellen, sodass nur ausgewählte Personen Leserecht hätten. Einstellungen müssten regelmäßig geprüft werden, die „Freunde von Freunden“-Funktion müsse unbedingt deaktiviert werden, sonst erreiche ein Beitrag zwischen 1000 und 10000 Menschen. Auch wies der Referent darauf hin, dass man keine kompromittierenden Bilder, weder von sich noch Freunden auf Facebook stellen solle.

Ein weiterer wichtiger Themenbereich des Vortrags waren die Whatsapp. Dieses System hat immer dann Sicherheitslücken, wenn man nicht die neueste Version besitzt. Nur dann kann man sicher sein, dass die Nachrichten auch verschlüsselt sind. Bilder und Videos sind nicht verschlüsselt.
Zu Twitter bemerkte der Referent, dass es keine so starke Profilbildung verlange wie Facebook und deshalb auch weniger gefährlich sei.

Der letzte Teil des interessanten Vortrags bezog sich auf die Passwortsicherheit. Da gelte der Grundsatz: Je länger ein Passwort, umso größer ist die Sicherheit, es müsse mindestens aus acht Zeichen bestehen. Denn Hacker brauchen in der Regel weniger als eine Stunde, um ein Passwort zu entschlüsseln. Herr Ziegler gab am Ende praktische Tipps, nach welchen Kriterien man ein Passwort erstellen solle.

Am Ende bedankte sich die Vorsitzende der Freunde und Förderer für diesen interessanten Abend und konnte zufrieden feststellen, dass man mit diesem Referenten und diesem Thema ins Schwarze getroffen habe.