Vier sehr gut besuchte und äußerst unterhaltsame Aufführungen des Theaterstückes „Schräge Schwester“ wurden in den Wochen vor den Sommerferien in der Aula des Ganztagsgymnasiums Osterburken geboten.

Der böse Lord Felmet (Tim Winkelhöfer, 8c) und seine diabolisch-dusslige Gattin Lady Felmet (Lisa Schmierer, 9b) sind nun wirklich zu bedauern. Nachdem sie das unnatürlich verfrühte Ableben des Königs Verence (Philipp Barginde, JG1) tat- und schlagkräftig unterstützt haben, schwingen sich die Beiden zu den Tyrannen des Landes auf und hinterlassen hierbei einen besonders nachhaltigen Eindruck. In einem normalen Land wäre das unter Umständen bereits fatal.

Blöd ist nun aber, dass es sich hierbei um das Land Lancre handelt, in dem nicht nur Räuberbanden marodierend und plündernd durch die Gegend ziehen, sondern in dem auch Hexen ihr lustiges (Un)-Wesen treiben.

Und noch blöder ist, dass unsere adeligen Meuchelmörder und Möchtegern-Herrscher es nicht mal fertig kriegen, sich ein Kind zu krallen. Die Krone und der Sohn des Königs, genannt Tomjon (Jeremias Edinger, 8b), können in letzter Minute gerettet werden.

Und richtig blöd wird es, wenn sich drei Hexen dieser Sache nun annehmen. Krone und Kind geraten in die schützenden Hände der drei Hexen Esme „Oma“ Wetterwachs (Franka Scheffel, 9b), Gytha „Nanny“ Ogg (Jaqueline Klesel, 8b) und Magrat Knoblauch (Melanie Bittner, 8c).

Das Kind wird im Babyalter zu seinem Schutz einer Räubertruppe übergeben, wo er praktische Fähigkeiten im Umgang mit seinen künftigen Untertanen erlernen kann. Der ermordete König Verence würde unterdessen gerne Rache an seinen Mördern nehmen. Da er als Geist nicht mal eine Feder halten kann, muss er dem Treiben der beiden Putschisten-Stümper jedoch tatenlos zusehen.

Da hilft eigentlich nur noch pure Hexerei: Da es im Königreich eine Regel gibt, die besagt, dass nur der Sohn des Königs sein Volk befreien und den Tyrannen stürzen kann, gibt es keine andere Lösung für die drei Hexen. Da der Sohn einfach noch zu jung dafür ist, wagen sie ungeheuerliches: Sie müssen den Sohn des Königs bei den fahrenden Theaterleuten aufspüren und dann das ganze Königreich 15 Jahre in die Zukunft hexen, damit dieser die Tyrannen stürzen kann. Als angehender Räuberhauptmann ist er dazu doch sicher befähigt!

Ist das aber nicht zu gewagt für Hexen, die auf die kongeniale Idee gekommen sind, ihren Schützling blutrünstigen Räubern anzuvertrauen? Und welche Rolle spielen die Soldaten und Wachen, die nun alles tun, was nicht ihren Aufgaben entspricht?

Auf diese und weitere Fragen findet das Stück die wohl (un)-passende Antwort. Mit von der Partie sind neben unseren phantastischen jungen Nachwuchsschauspielern noch der Hofnarr Verence (Benjamin Laier 8b) und Herr und Frau Vitoller (Tom Schmidt JG1 bzw. Vanessa Zschiesche 10d).

Unentbehrlich für die Umsetzung sind die zahlreichen weiteren Charaktere, verkörpert von Schülerinnen und Schülern nahezu jeden Alters, die das Stück bereichern und zu einem besonders magischen Erlebnis machen. Leon Spänig (JG1) als der Dämon WxrtHltl-jwipkiz, Elisabeth Horb (8c) als Hwel, Marco Hespelt (JG1) als Winsloe und Mob, Leonie Wachter (8b) als Bedlin und der erste Räuber. Jana Herzog (7c) als Gumridge, Räuber und Ansager, Caroline Friedrich (JG1) als 2. Räuberin, Tessa Herold (7c) als falsche Hexe und zugleich Wache, Hannah Späth und Milene Philippi ( beide 7d) als falsche Hexen,Luana Büchler (RSO) als Bäuerin, Kämmerer und Wache, Silas Hirning (7c) als Feldwebel, Florian Müller und Philipp Schuster (beide 7c) und Franziska Fischer (JG1) als Wachen und Janika Oechsner und Jule Herbold (beide JG1) als Soldaten.

Ebenso besonderen Dank und Anerkennung verdienen die vielen helfenden Hände, ohne die das Stück nicht möglich gewesen wäre: die Souffleusen Christina Horb (8c) und Anna-Lena Bittner (RSO), Jan-Patrick Breitenfelder (8c) für die Inspiration und das Bühnenbild, Vanessa Zschiesche (10d) für die Maske und die Requisite, Philipp Barginde (JG1) für die Requisite und last, but not least Florian Pechbrenner für die Übersetzung und die Regie. Ebenso gilt der Dank den allzeit bereiten Mitarbeitern, den Hausmeistern und dem Reinigungspersonal für ihre Hilfe und ihre Geduld.